Warum habe ich Asseln im Blumentopf?
Asseln sind keine Schädlinge im klassischen Sinne, sondern Nützlinge. In der Natur spielen sie eine wichtige Rolle bei der Zersetzung von organischem Material. Sie fressen abgestorbene Pflanzenteile und tragen so zur Humusbildung bei. Der Blumentopf ist für sie ein Paradies: Er bietet feuchte Erde, Schutz und reichlich Nahrung in Form von verrottenden Wurzelresten oder organischem Dünger. Meistens gelangen sie über neue Blumenerde oder durch offene Fenster und Türen in die Wohnung und suchen dann den feuchtesten Ort – den Blumentopf.
So können Sie Asseln im Blumentopf loswerden
Wenn die Population überhandnimmt, können Asseln junge Wurzeln anknabbern und die Pflanze schwächen. Es gibt aber einfache und umweltfreundliche Methoden zur Bekämpfung.
1. Trockenheit: Der natürliche Feind
Die einfachste Methode ist, die Erde austrocknen zu lassen. Asseln benötigen eine hohe Luft- und Bodenfeuchtigkeit, um über ihre Kiemen atmen zu können.
- Gießen reduzieren: Gießen Sie Ihre Pflanze erst wieder, wenn die oberste Erdschicht (ca. 2-3 cm) vollständig trocken ist.
- Staunässe vermeiden: Sorgen Sie für eine gute Drainage und leeren Sie den Untersetzer nach dem Gießen immer aus.
Diese Maßnahme allein reicht oft schon aus, um die Asseln zum Auswandern zu bewegen und das Problem Asseln im Blumentopf loswerden zu lösen.
2. Köder auslegen: Hausmittel wirken Wunder
Eine weitere effektive Methode ist das Anlegen von Ködern. Asseln lieben feuchte Verstecke und bestimmtes Gemüse.
- Kartoffel- oder Karottenköder: Höhlen Sie eine rohe Kartoffel oder Karotte leicht aus und legen Sie sie mit der Schnittfläche nach unten auf die Erde. Die Feuchtigkeit und der Geruch locken die Asseln an. Nach einigen Stunden können Sie den Köder samt den darunter versammelten Tieren einfach einsammeln und ins Freie bringen.
- Feuchter Lappen: Ein zusammengeknüllter, feuchter Lappen dient ebenfalls als idealer Sammelpunkt für die Tiere.
3. Umtopfen als letzte Lösung
Bei einem sehr starken Befall ist Umtopfen die sicherste Methode. So werden Sie nicht nur die erwachsenen Tiere los, sondern auch deren Eier in der Erde.
- Pflanze austopfen: Nehmen Sie die Pflanze vorsichtig aus ihrem Topf.
- Erde entfernen: Schütteln Sie die alte, befallene Erde so gut wie möglich von den Wurzeln ab. Spülen Sie die Wurzeln bei robusten Pflanzen vorsichtig mit Wasser ab.
- Topf reinigen: Säubern Sie den Blumentopf gründlich mit heißem Wasser und einer Bürste.
- Neue Erde: Topfen Sie die Pflanze in frische, hochwertige und idealerweise torffreie Blumenerde ein.
Vorbeugung: So halten Sie Asseln fern
Vorbeugen ist besser als bekämpfen. Um zu verhindern, dass Sie erneut Asseln im Blumentopf loswerden müssen, sollten Sie folgende Punkte beachten:
- Richtiges Gießverhalten: Vermeiden Sie konstant feuchte Erde.
- Qualität der Erde: Verwenden Sie hochwertige Blumenerde mit guter Drainagefähigkeit (z.B. mit Sand oder Tongranulat gemischt).
- Ordnung: Entfernen Sie abgefallene Blätter und Blüten regelmäßig von der Erdoberfläche, um den Asseln die Nahrungsquelle zu entziehen.