Was ist eine Mischkultur?
Eine Mischkultur richtig planen bedeutet, verschiedene Pflanzenarten so zu kombinieren, dass sie sich gegenseitig fördern. Im Gegensatz zur Monokultur werden mehrere Nutzpflanzen auf einem Beet angebaut.
Die Vorteile auf einen Blick:
- Bessere Nährstoffausnutzung durch unterschiedliche Wurzeltiefen
- Natürlicher Schädlingschutz durch Duftstoffe und Nützlingsförderung
- Höhere Erträge bei gleicher Fläche
- Vermindertes Krankheitsrisiko durch Artenvielfalt
Grundregeln der Mischkulturplanung
Wer eine Mischkultur richtig planen möchte, sollte diese Prinzipien beachten:
1. Wuchshöhe berücksichtigen
Stellen Sie hohe Pflanzen wie Mais oder Sonnenblumen an die Nordseite, damit niedrigere Pflanzen nicht verschattet werden.
2. Wurzeltiefen variieren
Flachwurzler wie Salat neben Tiefwurzlern wie Tomaten setzen – so konkurrieren sie nicht um Wasser und Nährstoffe.
3. Nährstoffbedarf ausgleichen
Starkzehrer wie Kohl mit Schwachzehrern wie Bohnen kombinieren.
Bewährte Pflanzenkombinationen
| Hauptpflanze | Gute Partner | Schlechte Nachbarn |
|---|---|---|
| Tomaten | Basilikum, Möhren | Kartoffeln |
| Kohl | Sellerie, Dill | Erdbeeren |
| Bohnen | Mais, Kürbis | Zwiebeln |
| Möhren | Zwiebeln, Lauch | Dill |
Klassische Beispiele:
Das Dreierbund-Beet: Mais, Bohnen und Kürbis bilden eine perfekte Gemeinschaft. Der Mais dient als Klettergerüst für die Bohnen, diese binden Stickstoff im Boden, und der Kürbis deckt den Boden.
Tomaten und Basilikum: Basilikum verbessert das Aroma der Tomaten und hält Schädlinge fern – ein Paradebeispiel gelungener Mischkultur.
Schritt-für-Schritt-Anleitung
- Beet planen: Skizzieren Sie Ihre Anbaufläche mit allen geplanten Positionen
- Fruchtfolge beachten: Keine artverwandten Pflanzen nacheinander am selben Ort
- Pflanzabstände einhalten: Genug Platz für jede Art einplanen
- Begleitpflanzen ergänzen: Nutzpflanzen mit Kräutern kombinieren